Formationstanzsport
TanzSportClub Niddatal e.V.
Eine Turnierformation besteht aus acht Paaren, die auf einer 14x14 Meter großen Tanzfläche die fünf lateinamerikanischen Turniertänze möglichst perfekt präsentieren.
Die lateinamerikanischen Turniertänze
Samba
Die Samba geht auf afrikanische Tänze zurück. 1917 wurde sie zum Haupttanz des Karnevals in Rio de Janeiro und um 1950, in geglätteter Form, Modetanz in den USA und Europa.
Getanzt wird Samba im 2/4- oder 4/4-Takt mit kleinen Schritten und wiegenden Körperbewegungen. Einer ihrer "Söhne" ist der Bossa Nova, der Anfang der 60er Jahre entwickelt wurde.
ChaChaCha
Der aus Kuba stammende Tanz entwickelte sich zu Beginn der 50er Jahr aus dem Mambo. Bald darauf wurde er auch in Europa bekannt. ChaChaCha wird im 4/4-Takt getanzt und hat seinen Namen
von drei kleinen Schritten, die auf den Übergang von der vierten zur ersten Takteinheit fallen.
Rumba
Der in Kuba kreierte, ursprüngliche Tanz afro-kubanischer Plantagenarbeiter etablierte sich um 1930 als Gesellschaftstanz in Europa. Als offener Paartanz wird die Rumba mit ausgeprägten
Hüftbewegungen im 4/4-Takt ausgeführt.
Paso Doble
Die spanische Bezeichnung "Paso Doble" steht für "Doppelschritt". Aus einem spanischen Paartanz hervorgegangen wird der Paso Doble im 2/4- oder 6/8-Takt getanzt.
Jive
Dieser Tanz im 4/4-Takt ist die "entschärfte" Form des Jitterbugs. Der Jitterbug wurde mit improvisierten, oft akrobatischen Figuren zu Boogie-Woogie-Rhythmen getanzt und ist den 40er
Jahren in den USA und nach 1945 auch in Europa populär geworden.
Ablauf der Turniere
Während der Turniere wird die Qualität der Choreographie durch fachkundiges Publikum, vor allem aber durch professionelle Wertungsrichter, bewertet. In einer Vorrunde wird entschieden, wer im Finale im "großen", bzw. "kleinen" Finale tanzt. Diese Unterteilungen tanzen dann separat und nach einer offenen Wertung werden die Platzierungen im gesamten Teilnehmerfeld bekannt gegeben. Speziell im Bereich Formationstanz legt man Wert auf Genauigkeit und Synchronität in der ganzen Formation. Alle Beteiligten müssen mit viel Trainingseinsatz, Fleiß, Konzentration und Kondition dafür sorgen, dass die Formation als komplette Gruppe eine einheitliche Darbietung zeigen kann.
Was wird beim Formationstanzen bewertet?
Musik
Es wird festgestellt, ob die Musik durchgängig ist oder Lücken aufweist und ob die Stimmung der Musik durch die Formation ausdrucksstark wiedergegeben wird.
Tänzerische Leistung
Die Qualität der tänzerischen Bewegung in jedem Tanz und das allgemeine tänzerische Niveau der Formation ist entscheidend.
Ausführung und Choreographie
Hier wird die Präzision und Genauigkeit der Linienführung, die Lesbarkeit der Bilder in den Übergängen zwischen Figuren und Tänzen sowie die Aufteilung und Ausnutzung der zur Verfügung
stehenden Fläche beurteilt.
Durchgängigkeit und Charakteristik
Bewertet wird, ob die Choreographie durchgängig und harmonisch ist oder Lücken aufweist. Weiterhin ob von allen Paaren die tanztypischen Rhythmen und eigenen Charakteristiken der
jeweiligen Tänze gezeigt wird.